Weil du selbst der Schlüssel bist!

Glückssucher, Träumer, Weltenstürmer

Von

Jan 28, 2015 Selbstfindung 2 Kommentare

Ich habe einmal in einem Beitrag geschrieben, dass ich hier wieder voll ankommen werde.

Aber jetzt, fast zwei Monate nach meinem Trip, habe ich das Gefühl, das werde ich nicht.

Jedenfalls nicht mehr ganz.

Denn auf meiner Reise, dort draußen in der Welt, ist etwas von mir zurück geblieben und die Sehnsucht nach den Weiten der Fremde habe ich mitgenommen. Mit zu dem Ort, der sich mein Zuhause nennt.

Als ich zurückkam, da war etwas anders. Mir war unbehaglich und zuvor ganz normale Dinge kamen mir fremd und sinnlos vor.

Und so habe ich eine folgenschwere Entscheidung getroffen und damit etwas aufgegeben, das mir, meiner Ansicht nach, nicht zu einem glücklichen Leben verhilft.

Fest steht, dass ich spätestens in den kommenden 10 Jahren gehen muss, denn das ist die Konsequenz meiner Entscheidung.

Ich habe nur mehr ein Zuhause auf Zeit.

Ein Zuhause mit Ablaufdatum.

Eine Erkenntnis, die mir, wie sie hier mit all ihrer absoluten Unausweichlichkeit geschrieben steht, riesen Angst einjagt, denn was danach kommt, das weiß ich nicht.

Wo ich hingehe ist unbekannt.

Ob ich es schaffe ebenso.

Vielleicht denke ich, wenn es dann soweit ist und ich mein Noch-Zuhause verlassen muss, wehmütig an diese eine Entscheidung zurück und hasse mich dafür, dass ich all das aufgegeben habe, all die finanziellen „Sicherheiten“ und die Kapitalanlagen und insgesamt eine Zukunft, für die mich die meisten beineiden.

Doch was nützt all das mir, wenn es nicht vermag mich glücklich zu machen?

Ich glaube eher, dass ich mich dafür umso mehr wertschätzen, ja umso mehr achten werde, denn ich weiß, dass ich den Mut dazu hatte, mein eigenes Ding zu machen, mein Glück in die eigenen Hände zu nehmen – egal was sein wird, egal was war.

Durch meine Entscheidung kann ich raus in die Welt.

Kann in die Ferne reisen, kann losmarschieren, kann suchen und entdecken. Kann frei wie ein Vogel zu Abenteuern und Geschichten fliegen und einen Blick auf die mir unbekanntesten Flecken der Erde erhaschen.

Eine Vorstellung, die mich beflügelt.

Und ich habe es genau deshalb getan.

Habe es getan, weil ich weiß, dass einer wie ich in die Welt hinaus muss.

Weil ich weiß, dass einem Glückssucher, wie ich es bin, ansonsten die ganzen ungelebten Sehnsüchte (nach der Welt) den Kopf zersprengen.

Weil der Schmerz, am Leben nicht vollends teilhaben zu können, einen Träumer, wie ich es bin, zerstört.

Weil ein Weltenstürmer sich immer in der Enge seiner Heimat gefangen fühlen wird, weil sie fernab einer Welt liegt, welche es doch zu entdecken gilt.

Und deshalb muss ich alles tun, um meine monotone Heimat zu verlassen – auch, wenn es heißt mein Zuhause aufzugeben.

Ich muss da raus, denn dort draußen habe ich ein Leben gesehen, das für mich zu passen scheint. Das mich anspricht. Das mich begeistert, leicht und glücklich macht.

Ein Leben, das für mich sinnvoll ist und mich erfüllen kann.

Das mir Kraft schenkt weiterzumachen. Das mich motiviert dranzubleiben.

Ein Leben, das mich lebendig macht.

Der Haken ist, dass es wohl ein langer, einsamer Weg werden wird, der mit Beschimpfungen, Abwendungen und bitteren Niederlagen gepflastert, mich bei meinen Liebsten endgültig zu einem Aufsässigen, Abtrünnigen und hitzköpfigen Rebell deklarieren wird.

Ein Pfad, der mir alles abverlangen und alles Bekannte nehmen wird und einen verdammt langen Atem erfordert.

Es ist ein Schritt ohne zurück – und wenn zurück, dann wohl als Gescheiterter, als Versager, als Loser. Als am Boden zerstörter Losgerissener.

Und damit das nicht passiert, muss ich endlich wieder von meinen Erinnerungen in die Gegenwart zurückkommen und aufhören mich selbst zu bemitleiden.

Muss mein Noch-Zuhause schätzen, aber gleichzeitig meine Hoffnungen begraben hier irgendwie schon wieder ganz anzukommen.

Stattdessen muss ich Pläne schmieden, alles geschickt ausrichten und mich darauf vorbereiten, sodass ich keine Bruchlandung mache, wenn ich zum letzten Mal mein Nest verlasse und endlich meine eigene Route fliege.

Muss meine Interessen erforschen und vielversprechende Möglichkeiten finden.

Muss wie nie in meinem Leben ranklotzen, mir etwas suchen wofür ich brenne, etwas dadurch aufbauen und so positiv wie möglich nach vorne schauen – dorthin, wo ich mich gerne sehen würde in 10 Jahren, und dann genau diese Richtung fixieren und unablässig darauf hinarbeiten, um dann irgendwann anzukommen. Da draußen in der Welt.

Ich, der Glückssucher, der Träumer, der Weltenstürmer.

 

Weltenstürmer Mad

 Bild: Andrew Bartram

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Ich bin überzeugt davon, dass wir alle ein Leben in Fülle, Freiheit und Glück führen können. Wir müssen uns nur dafür entscheiden und bereit sein auch etwas dafür zu tun – und deshalb gibt es weltenstuermer.de.

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Kommentare

  • Sabrina
    Jan 29, 2015 at 21:31 Antworten

    „Wenn es etwas in deinem Leben gibt, was du nicht lassen kannst, dann tue genau das.“

    Irgendwo habe ich mal den Satz gelesen:

    „Wenn etwas so wichtig für dich ist, wie es die Luft zum Atmen ist, dann findest du einen Weg dieses ‚etwas‘ zu erreichen.“

    ..es ist sehr vage, dein „Verlassen“ und „Aufgeben“, was du hier beschreibst, aber ich kann es trotz alledem sehr gut nachvollziehen:

    Für mich geht im Herbst ein Flieger Richtung Südostasien. Nur Hinflug. Wie lange ich bleibe weiß ich nicht und auch nicht wohin es mich genau treibt.
    Wie ich das alles auf Dauer mache? Ich bereite mich so gut es geht vor.

    Alles andere lass‘ ich geschehen.

    Es gibt für mich nur diesen einen Weg. Es zieht mich raus, in die Ferne. Und ich weiß noch nicht einmal genau warum.

    Ich weiß nur, dass mir die Luft zum Atmen hier dünn wird, dass das „sterile“, „normale“ Dasein mich zermürbt.

    Und sollte ich geschunden und ohne Pläne wieder hier ankommen, so weiß ich, dass ich mir treu geblieben bin, meine Träume gelebt habe und zu jedem (vor allem zu mir selbst) sagen kann: Ich habe auf mein Herz gehört. Ich habe gelebt. Und hoffentlich kann ich sagen: Ich war glücklich.

    Alles Liebe für dich.
    Sabrina

    1. Weltenstürmer Mad
      Jan 30, 2015 at 18:47 Antworten

      Hey Sabrina,

      ja, so präzise wie (mir) möglich formuliert, ohne genauer darauf einzugehen, in welchem Rahmen diese Entscheidung getroffen wurde. Da es noch andere betrifft, möchte ich nicht allzu sehr darüber schreiben…

      Das ist mutig von dir, echt beneidenswert! Gerne wüsste ich, wie du dich vorbereitest und wie du auf Dauer reisen möchtest.

      Ich weiß nur, dass mir die Luft zum Atmen hier dünn wird, dass das “sterile”, “normale” Dasein mich zermürbt.

      Das bringt es auf den Punkt. Mir geht es gleich. Und auch, dass es nur diesen einen Weg gibt, kristallisiert sich immer mehr heraus.

      Ich hoffe du schaffst das, was du dir vorgenommen hast. Viel Glück auf jeden Fall und mach unbeding eine Easy Rider Tour, wenn du drüben bist 😉

      Liebe Grüße,
      Mad

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