Weil du selbst der Schlüssel bist!

Fort, fort, fort, hin zu einem anderen Ort!

Von

Okt 1, 2014 Selbstfindung , 2 Kommentare

Kennst du das, wenn du dich fortträumst?

Kennst du das, wenn Tagträume voll mit traumhaften Stränden, bunten Getränken, Abenteuern und viel viel Sonne sind?

Und kennst du das, wenn du dann, aus dem Traum gerissen, lethargischer und müder wieder aufwachst und auf nichts mehr in deinem öden Büro, vor deinem grauen Bildschirm Bock hast?

So geht es mir gerade.

Und schon länger fühle ich mich hier nicht mehr wohl.

Seit Monaten bleibt all das (unwichtigere) Zeug liegen. Ich kann mich nicht darauf konzentrieren, immer wieder schweifen die Gedanken ab. Ab zu dem, was mir wichtig ist.

Und wenn ich mich dann doch irgendwie dazu durchringe, dann erledige ich die Arbeiten nur mehr halbherzig, nicht mehr wie früher, penibel genau und perfektionistisch, weswegen mich auch mal Mitarbeiter hänselten.

Diese Zeiten sind vorbei.

Jetzt mache ich meine Arbeit, damit sie gemacht ist, damit ich fertig bin mit dem Scheiß und mich wieder wichtigeren Dingen widmen kann.

Nämlich der Tagträumerei.

In Gedanken bin ich schon seit langem nicht mehr hier, sondern weit weit weg vom eintönigen Alltagstrott, indem ich mich gefangen fühle.
Bin an einem Strand unter Palmen. Auf einer Insel im Sonnenuntergang. In einer Stadt, wo mich keiner kennt und auf einer endlosen Straße in Richtung Nirgendwo.

Sonnenuntergang am Strand

 

Ich will Abenteuer, will etwas erleben, will spüren, dass ich lebe.

Ja, verdammt, ich will lebendig sein!

Und deshalb träume ich mich fort. Zu den schönsten Orten dieser Welt und außerhalb davon – zu Orten die nicht existieren, bloß in meiner Fantasie.

Ziel dieser Tagtraum-Reisen? Immer die Suche nach meinem Weg und das Leben in seiner lebendigsten Form.

Es ist die Suche nach einem Platz in der Welt, an dem ich bleiben kann und glücklich bin. An dem ich uneingeschränkt das machen kann, was ich möchte, weil dieser Ort empfänglich ist für einen wie mich, mit all seinen Sonderheiten.

Ich weiß,

es ist nicht dienlich, wenn ich mich fortträume, für keinen von uns.
Nicht einmal für mich selbst, wache ich doch immer wieder hier auf. Jedes Mal etwas deprimierter, lethargischer und müder vom Fortträumen aus dem Status Quo.

Es ist aber nicht der Umstand, dass ich meine Arbeit nicht ausstehen könnte, nein, so manches finde ich daran auch toll und ganz und gar nicht langweilig.

Wohl eher ist es die innere Gewissheit, dass da draußen das Leben auf mich wartet.

Eine schier unerträgliche Sehnsucht nach Orten weit weg vom altbekannten und gewöhnlichen Hier, voller halsbrecherischer Abenteuer und fesselnder Geschichten, lässt mich in meinem kleinen, muffigen Büro nur rastlos davon träumen.
Farbenprächtige Bilder fantastischer Landstriche tränken den Arbeitsalltag in ein schales Grau. Und je öfter ich mich fortträume, desto mehr verliert das hier an Farbe, desto mehr gleicht der eine Tag dem anderen, desto mehr schwindet der Sinn in all den Dingen, die ich hier Tag für Tag mache.

Büro alt

Was passiert mit mir?

Fühlt sich so etwa Fernweh an?

Und ist das überhaupt eine diagnostizierbare Krankheit? Und falls ja, kann mir mal jemand die Symptome nennen?

Wikipedia sagt dazu nämlich nicht viel, nennt es bloß einen Kunstbegriff und das hilft mir nicht weiter.
Ein Gebrauchsbeispiel, hinterlegt im Wiktionary, gibt da schon klarere Anweisungen:

„Das beste Mittel gegen Fernweh ist eine Urlaubsreise.“

Und na ja, es kann wohl nicht schaden, endlich meinen Tagträumereien nachzugeben.
Denn mit dem Körper bin ich hier und in Gedanken bin ich schon lange fort.

Vielleicht muss ich also endlich physisch weg um im Geiste hier zu sein? Klingt doch irgendwie schlüssig oder?

Oder?!

Ich werde es herausfinden, ganz gewiss werde ich das.

Bald schon.

Ja, schon bald, denn gerade eben habe ich mir einen Flug gebucht, der mich in die Welt hinaustragen soll, ganz weit weg von der altbekannten Routine hier und meinem muffig grauen Büroalltag.
Und ich hoffe dort warten Abenteuer und Geschichten auf mich, die mich in all ihren bunten Farben bemalen. Und mich endlich (wieder) zu dem machen, was ich sein will:

Lebendig. Und nicht nur bloß am Leben.

 

Aufbruch: 21. Oktober 2014
Ankunftsort: Hanoi
Rückflugort: Ho Chi Minh City
Reisedauer: ca. 6 Wochen
Antrittsperson(en): Ich, allein. Zum ersten Mal.

Ich habe Schiss. Fuck, Riesenschiss sogar.

Kommt wer mit?

…bitte?

…ganz ehrlich jetzt: Freiwillige?

 

 

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Kommentare

  • Viki
    Okt 13, 2014 at 16:01 Antworten

    Was für ein schöner Post! Super gelungen!
    Tagträumen ist herrlich, aber es gibt doch kein schöneres Gefühl als irgendwo auf der Welt aus dem Flugzeug zu steigen und sich in neue Abenteuer stürzen!

    safe travels!

    1. Weltenstürmer Mad
      Okt 14, 2014 at 11:54 Antworten

      Hallo Viki!

      Danke dir für die Blumen 😉 Ich hoffe es wird ein richtig großes Abenteuer und dass alles gut geht 🙂

      big thanks,
      Mad

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