Weil du selbst der Schlüssel bist!

Der Aufbruch – mein erster Blogpost

Von

Aug 20, 2014 Selbstfindung , , , , 9 Kommentare

Ich habe Angst.

Ich habe Angst ins Ungewisse zu gehen. Angst Fehler zu machen, Angst, dass dir nicht gefällt, was ich schreibe, Angst, dass es anderen nicht reicht, was ich mache, Angst, dass ich es nicht schaffe meinen eigenen Anforderungen gerecht zu werden, Angst, dass ich nicht erfolgreich werde…
Ich habe Angst, dass ich scheitere.

Seit Monaten schon zögere ich meinen ersten Blogpost hinaus, und es ist nicht so, als hätte ich gefaulenzt oder nichts geschrieben.
Nein, im Gegenteil, ich war tatkräftig, habe viele Ideen gesammelt, habe manches recherchiert, lange in Büchern und im Netz geschmökert und viel geschrieben.
Ich habe eine Liste mit mehr als 30 möglichen Blogposts erstellt, haufenweise Notizen dazu gemacht und einige der Artikel liegen schon fertig ausgearbeitet und korrigiert auf meiner Festplatte und warten bloß darauf veröffentlicht zu werden.

Ich will endlich loslegen, will die Welt mit meinen Träumen stürmen.

Irgendetwas aber lässt mich nicht. In mir ist ein spürbarer Widerstand, der jedes Mal, wenn ich glaube, mich endlich durchringen zu können den ersten Artikel zu veröffentlichen mich eines besesseneren belehrt und mich letztendlich zum Stagnieren bringt.

Ich fühle mich wie eine Bahn, die kaum gestartet und mit dementsprechend niedriger Geschwindigkeit angefahren, sogleich wieder ausgebremst wird. Und das aufs Massivste, bis sie wieder steht, oder gar rückwärts hinter die Startposition rollt.

Ich weiß: Meine Angst lähmt mich.

Es ist offensichtlich, dass meine Angst mich lähmt, dass Dinge, die nur in meiner Vorstellung existieren mich ausbremsen, mich gar nicht erst beschleunigen lassen.

Und trotz dieses Wissens fällt es mir nicht leichter den Start einzuleiten, endlich loszufahren.

Dieses Gefühl hatte ich noch nie und bin dementsprechend nicht vorbereitet darauf, denn eigentlich bin ich doch der tatkräftige und draufgängerische Typ, der mögliche Konsequenzen erst im Nachhinein erfährt, sobald alles vorbei und gutgegangen ist (meistens jedenfalls). Oder ist mein Selbstbild so krass verzerrt?

Vielleicht stagniere ich, weil mir zum ersten Mal im Leben eine Sache wirklich wichtig ist,

weil ich weiß, was ich erreichen könnte, wenn ich es nur durchzöge, wenn ich endlich in die Gänge käme.

Vielleicht habe ich auch Angst vor meinen Fähigkeiten, vor meinem Potential und dessen vollkommener Ausschöpfung und den sich daraus resultierenden Begebenheiten.

Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.

Das wusste schon der antik-griechische Philosoph Demokrit und genau diese Worte bringen es wohl auf den Punkt, wo es bei mir hakt.

Mir fehlt zum ersten Mal so wirklich der Mut im Leben. Und das, wobei ich ihn jetzt so dringend brauche.

Denn ich fühle es: Jetzt ist die Zeit gekommen, da muss ich es einfach wagen.

  • Muss ins kalte Wasser springen.
  • Muss die alten Ufer aus den Augen verlieren.
  • Muss mich fallen lassen und daran glauben, dass mir im freien Fall zwei Flügel wachsen.

Ich muss über mich hinauswachsen.

Und ich weiß, dass ich es machen muss. Ich muss mich überwinden, muss mutig sein und etwas riskieren, um zu gewinnen.

Ich habe mich recht gut vorbereitet, finde ich.
Ja, wirklich, das habe ich.
Naja… zumindest besser, als auf alles andere, was ich bis jetzt gemacht habe.
Zwar ist noch einiges an der Website zu machen, wie Sidebar, Footer, Zeilenabstände bei den Überschriften, Newsletter-Formular und so mancher Inhalt muss noch überarbeiten werden und dann kommt noch all der Social-Media-Kram, der heutzutage anscheinend ein Must-have für jeden Blogger darstellt.

Doch an sich steht die Hütte.
Die Domain, das Logo und das Design gefallen, das Wording passt recht gut und ganz weltenstuermer.de wird irgendwie von meinem Style durchschimmert.

Und das muss doch für den Anfang reichen, oder nicht?

Es muss einfach reichen, und es wird. Ich weiß es zwar nicht, aber irgendwie fühle ich es.
Ja, wenn ich so dasitze und in mich gehe, ist da irgendwo in meinem Herzen ein gutes Gefühl dafür da, dass all die getroffenen Vorbereitungen ausreichend sind.

Und ist ein gutes Gefühl nicht genug? Reicht es denn etwa nicht (mehr)?

Was ist Angst, wenn nicht bloß Gedanken an das, was schlimmstenfalls sein könnte?
Noch ist nichts verloren und nichts gewonnen. Aber wenn ich nicht loslege, dann kann ich gleich wieder einpacken. Dann habe ich bereits verloren.

Also überwinde ich mich und traue mich endlich. Jetzt.
Trotz den fehlenden Dingen, trotz meiner Angst zu scheitern, trotz des Aufbegehrens meines inneren Schweinehunds.

Und ich wäre kein Rebell, würde ich seine endlosen Zweifelpredigten nicht mit mental erhobenen Mittelfingern unterbrechen und brüllen: „Fuck you, du Schwein! Jetzt erst recht.“

Jetzt erst recht, pocht es hinter meiner Stirn und der Draufgänger in mir lächelt erwartungsvoll.
Er drängt auf Veröffentlichung, drängt auf Abfahrt.

Und ehe ich mich entscheiden kann, welchen Artikel ich als erstes veröffentliche, erkenne ich es:

Das hier ist mein erster Blogpost.

Ja, gerade habe ich meinen ersten Blogpost geschrieben, und zwar ohne es zu merken. Ich muss lächeln.
Wie einfach das war.

Und ich muss staunen, wie echt er auf mich wirkt.

Genau das, was ich mitunter auf weltenstuermer.de haben möchte:

Ehrliche Artikel, die Dinge von tief drinnen hervorkramen.

Bevor ich auf veröffentlichen klicke, mache ich mir bewusst, was dieser Moment für mich bedeutet.
Und was es mich an Stunden und Mühe gekostet hat bis hierherzukommen:

  • 22 Jahre meines Lebens,
  • Depression,
  • Alkoholexzesse,
  • unkontrollierte Gefühls- und Gewaltausbrüche,
  • Polizeikontakt,
  • 3 Jahre täglich ca. 10 Stunden in einem schummrigen Büro vor dem Computer,
  • verklemmter Nerv im Rücken
  • und Tränen, Schweiß und noch mehr Tränen.

Diese Worte, die du gerade liest, sind der Aufbruch.

Das hier ist der Anfang von etwas Großem. Vielleicht nicht für dich, aber dafür umso mehr für mich selbst.

Endlich, denke ich mir und klopfe mir anerkennend auf die Schulter, endlich traue ich mich, endlich geht es los.

Und ja, ich weiß, ich könnte scheitern, könnte alles falsch machen beim Versuch mein Leben so zu leben, wie ich es möchte, doch ich probiere es und schon das allein ist richtig.
Jedenfalls fühlt es sich richtig an und das muss fürs Erste reichen, mehr habe ich nicht.

Und ehrlich gesagt, ich glaube mehr brauche ich auch nicht.

Denn was wirklich zählt, ist

…ein gutes Gefühl und ein Herz es zu fühlen.

…ein Traum und den Mut ihn zu träumen.

…ein Leben und die Chance es zu leben.

 

Was meinst du, lieber Leser, der du es bis hier her geschafft hast? Ich freue mich riesig auf deinen Kommentar.

 

Stürme die Welt mit deinen Träumen,
in Liebe, dein Weltenstürmer Mad.

Weltenstürmer Mad

 

 

 

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Hallo, ich bin Mad und der Typ hinter dieser Seite.
Ich bin überzeugt davon, dass wir alle ein Leben in Fülle, Freiheit und Glück führen können. Wir müssen uns nur dafür entscheiden und bereit sein auch etwas dafür zu tun – und deshalb gibt es weltenstuermer.de.

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Kommentare

  • Raphael
    Okt 11, 2014 at 14:03 Antworten

    Hey Mad,

    toller Artikel. Dein Schreibstil und deine Aufrichtigkeit finde ich sehr erfrischend und unterhaltsam. 🙂

    Lieben Gruß,
    Raphael

    1. Weltenstürmer Mad
      Okt 11, 2014 at 16:09 Antworten

      Hallo Raphael,

      danke dir für deinen Kommentar – der erste hier 😉 Nun hat es geklappt mit der Kommentarfunktion!
      Mehr Aufrichtigkeit kommt bald, nur fordert es noch recht viel Überwindung, schließlich kann ja jeder mitlesen 😉

      Greetz,
      Mad

  • Barbara
    Okt 11, 2014 at 21:31 Antworten

    Hi Mad!

    Na, da hast du mir ja mal direkt aus der Seele geschrieben!!!!
    Ich glaube, so geht es ganz vielen Menschen … um so schöner, wenn einer dann wirklich zum Weltenstürmer wird! 😉

    Ich wünsche Dir viel Erfolg auf deinem Weg!
    Barbara

    1. Weltenstürmer Mad
      Okt 12, 2014 at 9:30 Antworten

      Hallo Barbara,

      danke dir! Das war mein erster Versuch hier ehrlich zu sein – das freut ich, dass es geklappt hat 😉
      Ehrlich gesagt bin ich noch nicht so wirklich Weltenstürmer, da fehlen noch einige Eigenschaften dafür. Sobald das Weltenstürmer-Manifest fertig ist, kannst du all meine Absichten bzw. Skills einsehen, die ich mit dieser Seite anstrebe.

      Ich hoffe es kommt bald 😉

      Danke und auch dir viel Erfolg und stürme auch du die Welt mit deinen Träumen ;-),
      Mad

  • Ildiko Varga
    Okt 12, 2014 at 1:52 Antworten

    Lieber Mad,

    wenn ich das so lese, könnten es genau so auch meine Worte sein. Die Angst vor dem nicht genug sein, die Angst vor dem Scheitern. Viel kann ich zu deinem Artikel jetzt gar nicht sagen (und ich schreib immer gern ausführliche Kommentare), denn es ist alles gesagt.

    Ich kann dich nur darin bestärken, dass es genau so ist und sich wohl genau so anfühlt zu Beginn. Obwohl ich in dem Thema Bloggen und „Digitale Nomadin“ schon seit fast 4 Jahren drin bin, habe ich jetzt erst das Gefühl, dass es so richtig der Beginn ist.

    Insofern freue ich mich, auch dir hier an dem Beginn zu begegnen.
    Ich bin gespannt auf weitere Artikel von dir,
    lieben Gruß aus der Nordheide

    1. Weltenstürmer Mad
      Okt 12, 2014 at 9:40 Antworten

      Hey Ildiko,

      danke für deinen Kommentar!

      Ja, die liebe Angst, die hält uns gerne hin 😉 Bei mir hat es noch etwas länger gedauert, als in diesem Post klar wird.
      Siehe hier: http://weltenstuermer.de/worauf-wartest-du/

      Das Wichtigst ist einfach trotzdem zu machen. Aber du kannst sicher ein Lied von singen 😉

      Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Projekt, das klingt recht spannend!

      Greetz,
      Mad

  • Norah
    Okt 14, 2015 at 0:34 Antworten

    Hi Mad,

    ich hatte genau die selben Gedanken. Mein Blog ist nun seit zwei Monaten online, lange habe ich gewartet, habe gezögert. Wusste zwar, dass ich einen will, aber wusste nicht wann und wo damit anfangen.

    Und ja, dann waren da auch diese Ängste. Schon komisch zu wissen, dass alle mitlesen können…. Aber auch ein gutes Gefühl, es endlich in Angriff genommen zu haben und die eigenen Träume umzusetzen 🙂

    LG Norah

    1. Weltenstürmer Mad
      Okt 14, 2015 at 18:35 Antworten

      Hey Norah,

      tut gut, wenn man mit seinen Gedanken nicht alleine ist 😉 So ging es mir auch. Man weiß, dass man einen will nur nicht welchen und wofür etc.

      Und wie das schön ist 🙂

      Also, stürme die Welt mit deinen Träumen und liebe Grüße,
      Mad

  • Meli
    Mai 26, 2016 at 23:34 Antworten

    Hei Mad,

    Eigentlich gebe ich meine Kommentare nicht ab, sondern denke sie mir, da ich selber angst habe etwas falsches zu sagen oder zu machen. Jedoch muss ich dir von Herzen danken für diesen Blockpost. Ich bin gerade dabei eine Seminararbeit über „die Selbstfindung“ zu schreiben und hatte einfach keinen Antrieb mehr, meine ganze Motivation hat mich verlassen und ich war kurz davor einfach abzubrechen, aber deine ehrlichen Worte haben mich sehr berührt, da ich mich selber oft wieder gefunden habe zwischen den Zeilen und das brachte mich einfach zum lächeln. Vielleicht habe ich genau das gebraucht, um jetzt wieder weiter zu machen.

    Liebe Grüße
    Meli

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